Wir leben in einer Zeit, in der die Abhängigkeit von Substanzen und Handlungen zu einer realen Gefahr geworden ist. Deshalb sind besondere Initiativen notwendig, welche das Bewusstsein der Eltern, Lehrkräfte und SchülerInnen schärfen.
Mit Prävention werden allgemein alle vorbeugenden Massnahmen zur Förderung der körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheit bezeichnet.
Prävention ist eine Erziehungsaufgabe. Deshalb sind in erster Linie die Eltern und Erziehungsberechtigten für diese zuständig. Die Schule und andere Einrichtungen ergänzen diese Aufgabe.
Es gehört zum Selbstverständnis der Rudolf Steiner Schulen, dass sie präventiv tätig sind. Sie weisen durch ihre Sozialform, ihren auf die jeweilige Entwicklung bezogenen Unterricht und den ganzheitlichen Ansatz ihrer Pädagogik eine Fülle von Eigenschaften auf, die nach heutigen Erkenntnissen eine hohe Präventionswirkung haben.
Sie leiten und begleiten die Kinder hin zu einem sozialen und selbstbestimmten Leben.
Eine fruchtbare Prävention besteht in der Sensibilisierung von Eltern, Lehrkräften und SchülerInnen.
Ziele der Prävention sind:
In der Rudolf Steiner Schule Basel hat sich eine Arbeitsgruppe Suchtprävention (AGS) gebildet.
Sie arbeitet im Auftrag der Schulführungskonferenz und wird von dieser beaufsichtigt.
Sie besteht aus VertreterInnen der Lehrerschaft, VertreterInnen des Elternrates und aus Fachpersonen. Sie konstituiert sich selbst. Ihre Zusammensetzung wird durch die Lehrerkonferenz bestätigt. Die AGS ist verantwortlich für die Durchführung und Weiterentwicklung des Präventionskonzeptes der Schule. Sie bietet Eltern, Lehrkräften und SchülerInnen Hilfsinstrumente an und koordiniert die notwendigen Massnahmen auf verschiedenen Ebenen.
Zusammenarbeit mit den Lehrkräften
Die AGS organisiert in regelmässigen Abständen und nach Bedarf Anlässe für Lehrkräfte, an denen grundlegende Informationen vermittelt werden und ein Erfahrungsaustausch stattfindet. Sie unterstützt die Lehrkräfte in der Jahresplanung bezüglich Suchtprävention.
Zusammenarbeit mit den Eltern
Die AGS organisiert mit den zuständigen Lehrkräften in regelmässigen Abständen Elternabende. Schwerpunktmässig wird ein Anlass in der 4./5. Klasse sowie in der 7. Klasse durchgeführt. An diesen Anlässen werden grundlegende Informationen vermittelt, es findet ein Erfahrungsaustausch statt und die Position der Eltern wird gestärkt.
Zusammenarbeit mit den SchülerInnen
Die AGS organisiert in Zusammenarbeit mit den zuständigen Lehrkräften einen Schüleranlass in der 8. Klasse. Es werden grundlegende Informationen vermittelt und die Selbstreflexion der SchülerInnen angeregt.
Bei Bedarf können zusätzliche Anlässe durchgeführt werden.
Die interne Beratungsstelle wird von Fachpersonen geführt. Diese sind Mitglieder der AGS. Sie verfügen über eine Grundausbildung in einem sozialen / pädagogischen Beruf (Sozialarbeit, Psychologie oder ähnliches) sowie eine Zusatzausbildung in Beratung oder Therapie.
Die AGS wählt die Fachpersonen. Die Wahl muss von der Lehrerkonferenz bestätigt werden.
Das Angebot der internen Beratungsstelle steht allen Personen im Umfeld der Schule zur Verfügung. Insbesondere richtet es sich an Lehrkräfte, Eltern und SchülerInnen.
Die Fachpersonen der internen Beratungsstelle unterstehen der beruflichen Schweigepflicht.
Es wird eine Zusammenarbeit mit dem Umfeld der Rat suchenden Personen angestrebt.
Interne Beratungsstelle: Catherine Englert, 079 354 25 05, www.cenglert.ch
Der Entscheidungsbaum ist integrierter Bestandteil dieses Konzeptes.
Beschlossen in Basel, im März 2008:
Agnes Pipoz, Lehrerin
Anna Schaa, Lehrerin
Silvia Rossetti, Elternrätin
Amanda Lüdi, Elternrätin
Catherine Englert Stöckli, Psychologin