Förderangebote – Alles was Ihr Kind braucht 2017-10-26T10:42:53+00:00

Lange Wörter richtig schreiben. Mit Zahlen über Hundert rechnen. Oder eine Textaufgabe verstehen. Oft reicht das schon, damit ein Kind verzweifelt. Falls Ihr Kind Auffälligkeiten zeigt, stehen ihm unsere Therapeuten, Schulärzte und Heilpädagogen zur Seite – in enger Abstimmung mit den Schulpsychologischen Diensten. Damit Ihr Kind trotz Schwierigkeiten selbstbewusst im Leben steht.

Förderangebote

Sprachgestaltung ist ein Kunsttherapie, die mit Lauten, Silben, Worten, Texten und rhythmischen Versen arbeitet. Oft begleiten Sprünge, Schritte und Ballspiele die Übungen. Anwendung findet sie bei Sprech- und Schreibschwierigkeiten. In der Regel dauert eine Einzelsitzung 30 Minuten.

Die Heileurythmie ist eine Bewegungstherapie. Angewendet wird sie zum Beispiel bei Bewegungsdefiziten, Orientierungsproblemen, Nervosität, Verspannungen, Dyskalkulie, Legasthenie, Konzentrations- und Koordinationsstörungen. In der Regel finden Einzelsitzungen zu 30 Minuten statt.

Die Schule arbeitet mit zwei Ärztinnen zusammen. Sie stehen den Lehrpersonen ab dem Kindergarten zur Seite und sind in die Schulreifeuntersuchung einbezogen. Ziel ist es, Krankheiten und Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und die Eltern zu beraten.

Der Förderunterricht findet in Einzelsitzungen ein bis fünf Mal pro Woche statt. Gruppensitzungen gibt es, wenn gemeinsame Lernschwierigkeiten vorliegen. Gefördert werden Kinder mit Legasthenie, Dyskalkulie und Lernschwierigkeiten. In der Regel dauert eine Sitzung 45 Minuten.

Die Rudolf Steiner Schule Basel hat 2011 ein Integrationskonzept erarbeitet und ein Pilotklasse mit zwei Kindern begonnen. Das Integrationskonzept umfasst folgende Punkte:

Kinder mit besonderem Bildungsbedarf: Integration ist nötig, wenn der normale Unterricht und die Fördermassnahmen nicht ausreichen, um ein Kind zu beschulen. Kinder, die integriert werden, haben häufig eine geistige Behinderung (z.B. Autismus, Down-Syndrom) oder eine Lernbehinderung.

Abklärung: Der Schulpsychologische Dienst klärt ab, ob ein Kind mit besonderem Bildungsbedarf in einer Regelklasse integrativ beschult werden kann oder ob eine separative Beschulung nötig ist. Wenn das Kind integriert werden kann, dann erhält es eine verstärkte Massnahme.

Zuteilung einer verstärkten Massnahme: Besucht das Kind eine Privatschule, dann zahlt der Kanton die verstärkte Massnahme und die Eltern das normale Schulgeld. Den Entscheid über die Zuteilung einer verstärkten Massnahme trifft das jeweilige Erziehungsdepartement, in der Regel die Leitung der Volksschulen.

Einzelintegration: Für die Integration oder verstärkte Massnahme gibt es eine bestimmte Anzahl Lektionen pro Woche, in denen das Kind von einer heilpädagogische Lehrperson begleitet und unterstützt wird. In der Regel sind das sechs Lektionen.

Qualifizierte heilpädagogische Lehrperson: Die Integration findet im Klassenzimmer statt. Dort steht dem Kind eine qualifizierte heilpädagogische Lehrperson zur Seite. Oder sie fördert es innerhalb einer Kleingruppe.

Individuelle Lernziele: Kinder, die integriert werden, sind in der Regel von den Lernzielen der Regelschule befreit. Dafür werden individuelle Lernziele festgelegt, die ihre spezifischen Bedürfnisse berücksichtigen.

Separater Raum / geeignete Infrastruktur: Aufgrund individuelle Lernziele ist es manchmal nötig, das die heilpädagogische Lehrperson das Kind für zwei bis drei Lektionen separat in einem Förderraum unterrichtet.

Extra Sitzungen des Klassenteams: Für die Integration eines Kindes bedarf es einer guten Zusammenarbeit innerhalb des Klassenteams. Das wird in Form von extra Sitzungen des Klassenteams gewährleistet. Die Sitzungen thematisieren die individuellen Lernziele, den Unterricht in der Klasse und die soziale Situation.

Die Schule arbeitet eng mit den Schulpsychologische Diensten SPD in Basel-Stadt und Basel-Landschaft zusammen. Der SPD ist eine öffentliche Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche, Eltern, Lehrpersonen und Schulleitungen. Die Psychologinnen und Psychologen des SPD erarbeiten Lösungen bei: Lernschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten, psychischen Problemen, Entwicklungsauffälligkeiten, familiären Problemen oder Hochbegabung. Der SPD bietet persönliche Beratung, Unterrichtsbesuche, Interventionen in Schulklassen, Beratung in Gruppen, Konfliktmanagement, Supervisionen oder Kriseninterventionen an.

Schülerinnen und Schüler mit einer Behinderung oder Entwicklungsstörung haben Anspruch auf den Nachteilsausgleich. Ein blindes Kind kann zum Beispiel die Prüfung mündlich statt schriftlich ablegen. Der Nachteilsausgleich verändert nur den Ablauf der Prüfung. Das betroffene Kind muss aber den gleichen Lernzielen genügen wie die anderen Kinder und wird wie sie beurteilt. Beispiele: Der Schülerin oder dem Schüler steht mehr Zeit zur Verfügung (individuelle Zeitvorgaben). Die Schülerin oder der Schüler kann Hilfsmittel benutzen (Computer, Taschenrechner, Einmaleins-Tabelle). Abbildungen werden vergrössert oder am Bildschirm präsentiert. Die Schülerin oder der Schüler kann die Prüfung in einem separaten Raum ablegen. Schriftliche statt mündliche Prüfung oder umgekehrt. Differenzierte, aber gleichwertige Aufgabenstellung.

In der 2. Klasse führen die Klassen-, Fach- und Förderlehrpersonen eine umfassendere Standortbestimmung durch, die sogenannte Entwicklungsbeobachtung. Sie erfasst den Entwicklungs- und Leistungsstand der Schülerin oder des Schülers und ermöglicht, einen eventuellen Förderbedarf festzustellen und unterstützende Massnahmen zu vereinbaren. Der Schwerpunkt liegt auf Grob- und Feinmotorik, Wahrnehmung, Konfliktverhalten, Sprachentwicklung und Zahlenverständnis. Die Ergebnisse werden mit den Eltern besprochen.

Team

Manuela Biesantz

Heileuythmistin

Daniel Thiel

Heileurythmist

Cristina Marti Schneider

Heilpädagogin

Jorin Charlton

Heilpädagoge

Brigitte Kowarik

Sprachgestaltung

Brigitta Coenen

Förderlehrerin

Rebekka Duttle

Förderlehrerin

Anna Bammerlin

Förderlehrerin

Interessiert? Lernen Sie uns kennen!